Mittwoch, 24. August 2016

Rocky und der Butzemann

Aloha

Lange ist's her. Ich hatte ein kleines Krea-tief zu überwinden und das Blog hat am meisten darunter gelitten. Wenn man ohnehin schon keine Lust zum Schreiben hat, sollte man sich wenigstens den Dingen widmen, zu denen man sich aufraffen kann. Jetzt bin ich jedenfalls wieder hier.

Zirkulum

 

Zirkulum ist abgeschlossen und findet sich jetzt endlich als ebook im Verkauf. Angefangen habe ich den ersten Entwurf im November 2015, als NaNoWriMo-Projekt. Mein Erstes. Bis zum Endprodukt und dem Erscheinen im April gab es drei vollständige Überarbeitungsphasen und mehrere kleinere Feinarbeiten. In den Monaten, die das Werk ruhen durfte, habe ichmich hauptsächlich den Konzepten und Entwürfen für andere Projekte gewidmet, aber auch der Verkaufsarbeit für meine anderen Bücher.



Werbefazit

 

Dabei ist mir etwas sehr Interessantes aufgefallen. Es gibt einen signifikanten Unterschied in der Genreakzeptanz bei ebooks gegenüber Prints. Während sich Euro-jin (Gegenwartsliteratur) fast ausschließlich als Printbuch verkauft hat (und auch bei amazon nicht ausgeliehen wird), läuft Totes Blut (Urban Fantasy) beinahe ausschließlich als ebook und vergleichsweise gut über die kindle-Ausleihe.
Für Zirkulum (Urban Science Fiction) habe ich daher das Fazit gezogen, auf eine Druckversion via Create Space ersteinmal zu verzichten. Sie wird sich vorraussichtlich schlecht verkaufen.
Für die, die es interessiert: Das Orakel (Fantasy) verkäuft sich ungefähr gar nicht. Ich persönlich finde das ganz witzig, weil ich selbst während des Schreibens zu dieser Geschichte nicht denselben Bezug aufbauen konnte wie zu den anderen, dafür später mehr Werbung gemacht habe.

Das weitere Vorgehen

 

Im Moment versuche ich, mein "Heftroman-Projekt" soweit abzuschließen, dass ich den ersten Band eventuell noch im Storyteller-Wettbewerb einreichen kann, allerdings sieht es dafür schlecht aus. Die First beträgt noch etwa drei Wochen und ich habe gerade einmal die erste Überarbeitung hinter mir.
Die Neufassung von Satanskerker, die ich für Weihnachten fertig haben wollte, werde ich genauso verchieben müssen, jedenfalls, wenn es in dem Tempo weitergeht, in dem ich gerade jetzt arbeite.
Das Ziel mit einem Buch in drei Monaten, welches ich mir selbst Anfang des Jahres gesetzt hatte, kann ich auf jeden Fall nicht einhalten, ohne dabei auszubrennen. Selbst hochorganisiert und motiviert brauche ich zu viele Regenerationsphasen dazwischen. Ist aber auch nicht schlimm, immerhin zählt ja nicht die Quantität, auch wenn sie bei der Sichtbarkeit hilft.

Zum Abschluss

 

Der Anfang (= die komplette erste Szene) meines allerersten Romanprojekts "Abenteuer mit Rocky", aus dem ich vor einiger Zeit schonmal zitiert habe. Einfach nur, weil ich es lustig finde und zur Zeit zur Entspannung und Übung daran arbeite, da irgendwann etwas Vernünftiges herauszubekommen.

Eines Tages kam Rocky (mein Meerschweinchen) mit einer Sau und ihren Schweinchen an einen Hafen mit tausend Schiffen. Familie Schwein stieg in Klarabella (ein Kurboot) und Rocky in Dino (ein Zeitboot). Auf Dino war ein Erfinder. Er hatte die Idee, ein Zeitboot zu bauen. Sie fuhren zur See.

Bis dann
Jo

Mittwoch, 15. Juni 2016

Ich bin in der Zeitung ... und sehr nass

Aloha

Groß, der Artikel auf der Titelseite
Ich darf das große Geheimnis der letzten Woche lüften:
Ich bin in der Zeitung. Gut, es ist nur Lokalpresse und eigentlich ein Anzeigenblatt, aber ich bin in der Zeitung und der Witz ist, darauf reagieren die Menschen wirklich. Ich habe innerhalb von 20 Stunden auf der Facebookseite über 400 Views und rund 20 Likes bekommen. Das ist für einen Artikel mehr, als die Seite im gesamten Jahr davor hatte.

Aber genug zum Marketingeffekt auf der FB-Seite. Hier geht es zum Artikel in der Limburger Zeitung.

Es war im Übrigen nicht ganz so Aufregend, wie man sich ein Zeitungsinterview vielleicht vorstellen mag. Die Fragen hielten sich sehr im Rahmen und der Kontakt war eher lässig. Trotzdem hat es für einen wirklich großen Artikel gereicht, ich teile mir den Platz nur mit einer kleinen Notiz und einem viel kürzeren Artikel über einen Überfall auf ein Taxi. Wobei das ein wenig Situationskomik ist, zwei Drittel der Seite geht es um einen Roman, in dem auch Gangster eine wichtige Rolle spielen und im letzten Drittel geht es um ein reales Verbrechen.

Regen


Ansonsten ist es ruhig. Ich muss mich dringend noch mit anderen Zeitungen in Verbindung setzen. Wie gesagt, es war gar nicht schlimm und es generiert wirklich Aufmerksamkeit. Die Leute glauben eben doch noch an die Zeitung.

Apropos, ich trage ja auch eine Lokalzeitung aus. Mittwochs, also heute. Ich bin immernoch nass. Zehn Minuten tropischer Regenschauer. Ich bin ja wirklich niemand, der sich über das Wetter beschwert, aber ganz allmählich dürfte es sich mal einpendeln. Von wegen Klimaerwärmung, das Wissen aus meinem Studium sagt mir, dass es sich um eine beginnende Eiszeit handeln muss. Woachenlanger Starkregen ist ein Indiz für aufkommende Eiszeiten und wie Eiszeit hat sich das Wasser auch angefühlt.
Wenn ihr die nächsten Tage nichts von mir hört, wisst ihr dann schon mal, woran es liegt.

Island! Island!


Ich stehe ja auch auf Fußball, vor allem auf die Spiele der ausländischen mannschaften bei internationalen Ereignissen. Fan der eigenen Mannschaft sein kann ja jeder. Im Vorfeld der EM war ich stark für Wales und Island, also die beiden absoluten Außenseiter. Ok, da ist noch Nordirland, aber die zählen nicht. Die sind mir nicht unbekannt genug.
Eines der gigantischen Windräder am Elzer Berg
Fast 200 Meter hoch
Jedenfalls muss ich sagen, haben mich beide Mannschaften die letzte Woche begeistert und ich bin auf die nächsten Spiele gespannt. Vor allem die isländischen Fans gestern waren ja absolut toll. Die haben die Stimmung noch durch den Fernseher trasanportieren können. Da ist es auch egal, das ich 4:0 für Portugal getippt hatte.
Ja, ich bin für Island gewesen, aber das ist ja kein Grund, mit Realitätsverlust anzufangen ;-)


Den ersten isländischen Torschuss habe ich übrigens gar nicht gesehen, während der ersten Hälfte der ersten Halbzeit war ich noch Gassi, in der Nähe des Windparks "Elzer Berg". Diese Windkraftanlagen hätten den Namen "Wolkenkratzer" verdient, so groß wie die sind.

Meine Favoriten auf den Titel sind im Moment übrigens, neben Deutschland (ich werde ja von meinem Umfeld gezwungen, Deutschland als Favoriten zu nennen), Italien, Ungarn und die Ukraine. Sie mögen ja gegen uns verloren haben, aber die Ukrainer sind wirklich gut. Und Italien und Ungarn sind nach den Spielen letzte Woche selbsterklärend.

So und nun werde ich mich unter meine Decke legen und die Erkältung im Keim erschlafen.

Gute Nacht  und bis dann
Jo


Freitag, 10. Juni 2016

Update vor der EM

Aloha

Nachdem ich gestern ja einen etwas längeren Post getätigt hatte, gibt es heute nur ein kleines Update.

Ich freue mich, dass ich jetzt auch auf Writers Online zu finden bin. Hier hat Rudolph Otto Schäfer eine Liste von Indie-Autoren zusammengetragen, die ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen möchten.
Mein Eintrag findet sich hier.

Ich habe die Seite auch in meiner neuen Linkliste aufgenommen, die ihr am Fußende des Blogs finden könnt.

Sonst gibt es wenig zu sagen. Nein, genauer gesagt will ich heute wenig sagen. Nächste Woche folgt ein Update, auf das ich bereits jetzt sehr aufgeregt bin. Ihr dürft schonmal gespannt sein.


Zum Ende des kleinen Posts möchte ich natürlich auch noch auf meine Europa-Gratisaktion aufmerksam machen. Pünktlich zur EM gibt es Euro-jin, meinen Eurovision-Roman, gratis bei Amazon als ebook. Nur für dieses Wochenende.

Gut, ich wünsche euch allen dann ein schönes Wochenende, egal ob mit oder ohne Fußball.

Bis dann
Jo

Donnerstag, 9. Juni 2016

Eine Lehre vom eigenen Schaffen

Aloha

Ich habe beim Aufräumen eine ganze Menge wirklich alter Manuskripte wiedergefunden. Einige davon stammen noch aus meiner Grundschulzeit, der Schrift nach zu urteilen aus der zweiten oder dritten Klasse. Um meine eigene Entwicklung zu verstehen, die Ideen zu bewahren und vor allem meine geistigen Ergüsse vor dem Tod durch Ausbleichen zu retten, habe ich jetzt angefangen, alles abzutippen.

Ich habe selten so gelacht.


Ein Text handelt von einem Meerschweinchen, dass auf einem Boot eine Weltreise quer durch die Zeit macht. Vielleicht kann man die Grundidee irgendwann gebrauchen, vielleicht auch nicht. Was jedenfalls gar nichts taugt, ist die Geschichte in der Form, wie ich sie damals geschrieben habe.
Trotzdem war ich natürlich davon überzeugt, dass sie gut und spannend ist. Vor allem »spannend« ist ein sehr treffender Ausdruck. Nicht. Macht euch selbst ein Bild, das ist eine originale Szene, ich habe beim Tippen lediglich Rechtschreib- und Kommafehler ausgebessert.

»Glücklicherweise überlebten alle diesen Fluchtversuch. Als Rocky und Lucky auf dem Weg zur Dino waren, schrie auf einmal Lucky: »Vorsicht, Rocky!« In diesem Augenblick erschien nämlich ein hungriger Carnotaurus vor Rocky und Lucky. Riko und König wollten umdrehen und zurückgaloppieren, doch hinter ihnen stand der Tyrannosaurus Rex.
Gibt es einen Ausweg? Oder werden Rocky und Lucky von hungrigen Raubsauriern gefressen? Wer’s wissen will, liest weiter!«

 Zerpflücke den eigenen Text


Vor allem dieser Einwurf des Erzählers ist göttlich. Ich habe mich sehr amüsiert. Auch mein erstes Romanskript findet auf diesem Weg allmählich einen Weg in die digitale Welt. Die Geschichte, die schon damals weit mehr war, als eine Fanfiction zu Jurie Hornemans Lionheart, war allerdings nur bedingt besser als »Abenteuer mit Rocky«.
Eines meiner Lieblingswörter als Kind war das überflüssige Wörtchen »plötzlich«. Wann immer ich nicht wusste, was ich machen sollte, passierte irgendetwas »plötzlich«, es kam also ein Deus ex Machina. Nicht nur bei Rocky, auch bei Valdyn. Und wie bei Rocky habe ich damals bei Valdyn mit eben jenem Deus ex Machina, aber auch mit meiner Tendenz, möglichst wenig Wörter zu verwenden, jegliche Spannung im Keim erstickt.

Worauf ich hinaus will, ist Folgendes:


Wir alle sind am Anfang unseres Tuns davon überzeugt, das größte, beste und schönste Buch der Welt geschrieben zu haben. Viele veröffentlichen dann, über einen Druckkostenzuschussverlag im schlimmsten Fall, und wundern sich, dass niemand ihr Buch lesen will. Und mit ein paar Jahren (oder auch Jahrzehnten) Abstand fallen einem plötzlich selbst all die Fehler im Spannungsbogen, der Komposition der Szenen oder der Wortwahl auf. Deswegen ist überarbeiten wichtig. Selbst in überarbeiteten Skripten finde ich noch Fehler jeglicher Natur. Da können zwanzig Augen drauf geschaut haben, trotzdem fehlen logische Schlüsse oder einfache Buchstaben.
Sicherlich kann man sich auch zu Tode überarbeiten, aber gerade ungeplottete Geschichten, wie meine Frühwerke, erfordern sehr viel Aufmerksamkeit, auch hinsichtlich des Handwerklichen. Arbeit, die vor einem Lektorat geleistet werden sollte, wenn man sich nicht dumm und dämlich zahlen will. Man muss die eigenen Werke immer kritisch betrachten, auch wenn es schwerfällt.
Manchmal braucht man dann auch einen sehr großen Abstand, wie ich von meinen Schulgeschichten. Was bleibt, ist der Kern der Idee. Warum sollte auch ein Meerschweinchen nicht auf einem Schiff durch die Zeit reisen?
Davon abgesehen kann man von solchen Dingen viel über sich selbst und seine Entwicklung als Schreiberling lernen, was letzten Endes allen späteren Werken zu Gute kommt. Aber auch dem Werk, welches man nach all der Zeit überarbeitet oder vielleicht besser komplett neu schreibt.

Sonntag, 5. Juni 2016

Produkttest: Lotte Chococo Matcha

Aloha



Heute gibt es wieder ein kleines Produkttest-Video. Diesmal geht es um die Matcha-Schokoladenkekse »Chococo Matcha« von Lotte. Ich bin ja ein großer Freund von Schokoladenkeksen und von Matcha-Produkten, also habe ich großes erwartet. Die Kekse haben mich allerdings wirklich umgehauen. Ich habe selten etwas so Leckeres gegessen, aber seht selbst.






Nebenbei bemerkt:

Ich habe, trotz anderslautender Aussage im Video, auch ein paar Leute die Kekse probieren lassen und bekam auch hier nur positive Rückmeldungen. Selbst ein Kommilitone von mir, von dem ich mehr Ablehnung gegen das Produkt erwartet hätte, war begeistert. Ich bin dafür, dass diese Kekse auch hier in den regulären Handel kommen. In ein Regal mit den Matcha-Kitkat (Produkttest folgt).

Liebe Grüße und bis dann

Jo



Samstag, 4. Juni 2016

Euro-jin - Jetzt erhältlich

Aloha

Es ist vollbracht. Euro-jin, der erste Teil der »Kein-Gangster-Saga« ist erhältlich.

Die Geschichte handelt von dem jungen deutschen Studenten Hendrik, der sich an einer privaten Musikakademie in Tokio der Studentenband Euro-jin angeschlossen hat. Hendrik lebt in Japan, um möglichst weit von seinem Heimatland und vor allem den Schatten seiner Vergangenheit entfernt zu sein. Umso größer ist der Schock, als Taiki, der Bandleader, verkündet, dass er Euro-jin zum deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest angemeldet habe.

Neben Hendriks aggressiver Weigerung, die nur durch den übermenschlichen Sturkopf Taikis überwunden wird, steht die Band vor einem zweiten Problem. Euro-jin sind fünf Studenten und, wie so viele Studenten, haben sie kein Geld. Aus einem einfachen Trip mit dem Flugzeug muss also eine möglichst billige Reisevariante werden. So kommt es, dass sich die Band von Japan aus mit der Fähre auf den Weg nach Russland macht, um mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa zu gelangen.

Die Reise ist voll von aberwitzigen Einfällen Taikis, aber auch von der zerstörerischen Angst Hendriks vor seinem Heimatland. Keiner seiner Freunde weiß, was Hendrik in Deutschland erlebt hat, das ihn so in seiner Furcht gefangen hält, vor allem aber wissen sie nicht, dass sie bald selbst von diesem Albtraum erfasst werden.

Euro-jin ist ein wenig Coming-off-Age, ein wenig psychologisches Drama, ein wenig Humor, ein wenig Roadtrip und, trotz des Untertitels, auch ein wenig Gangsterroman.

Erhältlich bei Amazon (als kindle unlimited Leser auch kostenlos über die Leihbücherei), epubli und auf Bestellung in sämtlichen Buchläden.


Viel Spaß beim Lesen ^^
Jo

P.S.: Ich verschicke auf Anfrage auch gerne Reziesemplare an Blogger. Sowohl von Euro-jin als auch von Totes Blut. Einfach anschreiben ^^

Samstag, 28. Mai 2016

Role Play Convention 2016

​Aloha

Der Start der Reise
So, mein Besuch auf der Role Play Convention liegt hinter mir und wie schon letztes Jahr muss ich sagen, dass es echt schade ist, nur einen Tag da zu sein. Nächstes Jahr peile ich einfach mal beide Tage an. Gut, nächstes Jahr will ich mich auch bemühen, eine Lesung zu halten oder e einen Stand anzumieten, aber das ist eine andere Sache.

Es gab wieder viel zu sehen und zu testen und vor allem zu spielen, aber eines nach dem anderen. Erst einmal die Anfahrt nach Köln. Eigentlich ist das keine große Sache. Im Heimatort ins Auto, auf die A3 und runter nach Köln. Dummerweise war heute Morgen die Strecke zwischen Diez und Montabaur gesperrt, sodass es hieß: Eine dreiviertel Stunde durch den Westerwald gurken. Vorbei an »Helfersheim« und »Leuterod«. Kein Witz, der Ort heißt wirklich so. Ich hoffe nur, der Ortsname lässt sich nicht auf ein großes Gemetzel (also ein »Leute roden«) zurückführen. Ich habe auf dem Westerwald schon seltsame Menschen erlebt, ich war als Kind oft genug da. Immerhin stand da mein Pony.

Wird sind jedenfalls eine halbe Stunde später als geplant an der Messe angekommen und haben uns erst einmal in den Verkaufsständen verrannt. Zelda-Bademäntel, Zelda-Mützen, Zelda-Basecaps, Pokemon-Merch, Zelda-Tassen, Zelda-Geldbörsen, Zelda-Überraschungstüten. Ich glaube, man versteht, worauf ich hinaus will. Gekauft habe ich letzten Endes einen MP3-Player, 4 GB, MIT BATTERIE. Ihr glaubt gar nicht, wie lange ich nach sowas gesucht habe. Mein Alter spinnt immer mehr rum, vor allem bei niedrigen Temperaturen. Ich hoffe, der hier ist sein Geld wert. Was nicht schwierig sein wird, denn besonders teuer war der nicht. Saturn-Restposten.

Da ist er.
Meine Freundin und ich haben auch einen Grabbeltisch mit billigen Horrorfilmen durchwühlt. Die Plots waren fast alle miserable, aber dafür war nahezu alles dabei. Horror-Priester, sinnfreier Sex mit Untoten und Unlebendigen, Splatter und untote Gladiatoren. Selten so gelacht. Eine Geschichte um falsches Vertrauen und Vergewaltigung (bis hierher schien der Plot gut zu sein) und dann, mitten im Wald, kommen untote Gladiatoren dazu. Wer den Film wieder erkennt, bitte melden, zweifuffzig waren mir zu teuer, aber ich würde gerne wissen, ob der durchweg so albern ist, wie der Plot klingt. Oh, und Rechtschreib-, Tipp- und Kommafehler gab es auf in den Beschreibungen auch zuhauf.

Wieder zurück, über die Stände der Comic- und Mangazeichner, vorbei an einem Indiana-Jones-Fanclub (den ich nicht ohne Zitate passieren konnte, man muss sich ja zu erkennen geben) und einer coolen Transformersausstellung endlich zum eigentlichen Ziel, den Pen and Paper Rollenspielen. Zu spät, um sich für Rune Quest einzutragen, aber früh genug für eine Runde Los Muertos (geleitet vom Autor selbst) und eine Runde von Dragon Legion, die europaweite Events macht. Getragen vom Erasmus-Programm.

Beide Spiele verliefen sehr gut und vor allem besser als Rune Quest letztes Jahr. In beiden Sessions haben alle Figuren überlebt, vor allem meine. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wir haben sehr viel gelacht und mal wieder vergessen, Adressen auszutauschen. Wie jedes Jahr. Aber vielleicht kann man nächstes Jahr mal mit der internationalen Truppe irgendwo in Europa spielen. Das System war einfach, aber trotzdem etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich mochte die Idee sehr gerne. Und dass, obwohl unser Spielleiter uns offenbar mit seinem untoten Bären umbringen wollte.

Jurassic Steampunk
In Los Muertos konnte ich übrigens meinen neuen "Mitbewohner" Alfred zum ersten Mal voll ausspielen. Es ist erstaunlich, wie gut ein Beamter, der von einem Dackel erstickt wurde, in die mexikanische Unterwelt passt. Es war herrlich, vor allem, weil der Dackel quicklebendig mit von der Partie war. Alfred werdet ihr, wenn alles gut läuft, auch schon bald näher kennenlernen.

Außerdem hatten wir die Finger noch an einem netten kleinen Brettspiel, Loony Quest. Man musste Freihand Linien zeichnen, die möglichst genau einem vorgegebenen Weg folgen.  Jedenfalls waren wir da ganz brauchbar dabei, obwohl keine von uns der Meinung ist, eine gute Hand-Augen-Koordination zu haben.

Abschließend kann ich nur sagen: Klasse Veranstaltung, liebes Team und nächstes Jahr kommen wir gerne wieder. Hoffentlich ist meine Willenskraft dann wieder groß genug, nichts (oder wenigstens nicht alles) zu kaufen, wo »Zelda« draufsteht. Oder sagt euren Händlern, sie müssen Dinge verkaufen, wo »Saint Seiya« draufsteht, aber dann werde ich mir die Heimfahrt nicht mehr leisten können, wie ich mich kenne. Obwohl, solange es nicht die Hörspiele oder das kleine Ash-Plüschbaby von Banana Fish ist, ist alles gut.

Viele Grüße und bis dann

Jo

PS: Bernhard Hennen habe ich leider verpasst, also gab es auch das Foto von mir, ihm und "Totes Blut" nicht, was ich mir vorgenommen hatte. Schade, eigentlich.