Montag, 17. Oktober 2016

Johnny

Die Straßenzeile zog sich endlos hin. Rechts Hochhäuser, links Hochhäuser und dazwischen ein Fluss aus Asphalt, über dem die Luft trotz der herbstlichen Temperaturen waberte. Eine junge Frau und ihre Mutter spazierten auf dem Bürgersteig durch die Stadt und unterhielten sich über Belanglosigkeiten. Keine der beiden schenkte der Umgebung Aufmerksamkeit und so bemerkten sie nicht, dass sich vor ihnen eine Lücke in den Wänden aus Stahlbeton auftat.

Zwischen den Giganten aus Glas und grauer Fassade brach das Sonnenlicht gleißend auf die Straße. Es überflutete einen mit Kies bestreuten Platz, kroch über Blumenbeete und durch die Lücken eines Zaunes und badete ein holsteinisches Bauernhaus in warmem Weiß.

Die beiden Frauen blieben stehen, als sie die Auffahrt zu dem Gehöft erreicht hatten, und blickten sich um. Roter Backstein, ein reetgedecktes Dach, eine bunt bemalte Eingangstür. An das eineinhabstöckige Haus fügte sich ein längliches Gebäude an, welches von einem weißen Lattenzaun umschlossen wurde. Hinter den Gebäuden erstreckten sich Wiesen bis weit in Richtung Horizont. Kühe brüllten in der Ferne, ein einsames Pferd antwortete ihnen aus dem Stall. Andere Pferden fielen von der Weide aus in das Wiehern mit ein.

Die junge Frau wandte sich an ihre Mutter. »Ob sie noch hier wohnen?«

Diese zuckte mit den Schultern und trat durch das offene Hoftor auf den Hof: »Ich weiß es nicht. Vielleicht, vielleicht sind sie aber auch längst weg. Geh nachsehen, wenn es dich interessiert.«

Die junge Frau nickte, ging an ihrer Mutter vorbei und betrat mit sicheren Schritten den Stall. Die Kinder, die über den Hof tobten, ignorierte sie genauso wie Menschen im Stall. Früher war sie häufig hier gewesen, in all ihren Schulferien und an vielen Wochenenden. Hier hatte sie Ruhe und ein zweites Zuhause gefunden. Und ihre Jugendliebe. Sie durchquerte die Stallgasse und verließ das Gebäude durch einen Ausgang, der zu den Weiden führte.

Weiße Zäune umschlossen sattgrüne Wiesen. Die Kühe standen mit den Pferden gemeinsam auf dem Gras. Schwarz-weiße Kühe, Pferde in allen Farben und Mustern, einzelne Stallarbeiter, die die Wiesen reinigten.

Sie ging auf das Tor zu einer der Weiden und er kam ihr sofort entgegen.

Er hatte sich in all den Jahren, in denen sie erwachsen wurde, nicht verändert. Er trug sein weißeres Sommerkleid, doch sein Kopf und seine Schenkel, seine Mähne und sein Schweif waren von tiefem kupferrot. Eine schnurgerade Blesse erstreckte sich von seinen Ohren zu seinen Nüstern, die Beine waren hochweiß gestiefelt. Und er erkannte sie. Er wieherte ihr entgegen wie damals und schmiegte die weiche Nase an ihre Schulter.

Strahlend liebkoste den Kopf des Tieres. Er war größer als früher, das Pony hatte sich in ein stattliches Pferd verwandelt. Immerhin würde sie so auf ihm reiten können, ohne, dass er dabei gequält aussah.

Eines der Kinder kam aus dem Stall auf sie zu. Es blieb neben ihr stehen und lächelte. »Es wurde immer viel erzählt, von dem Mädchen, das die Größe des Ponys nicht abgeschreckt hatte. Bist du das Mädchen?«

Die junge Frau nickte schweigend. Sie war zu beschäftigt, dem Pferd all die Zärtlichkeiten zurückzugeben, auf die sie beide so lange verzichten mussten. Als sie schließlich aufsah, stand die Betreiberin des Hofes vor ihr.

Sie lächelte und reichte der jungen Frau die Trense des Tieres: »Wir wussten, du würdest zurückfinden. Er gehört dir, du weißt es. Kaum jemand hat sich mit ihm beschäftigen wollen in all den Jahren. Nimm ihn, führe ihn hinaus, reitet wieder in den Wald.«

Mit Tränen in den Augen nahm die junge Frau die Trense entgegen und zog sie dem rotschimmeligen Pony über den Kopf. Anschließend eilte sie in den Stall, holte den Sattel und sattelte ihren alten Freund, um ihn dann mit sich hinaus zu nehmen.

Ihre Mutter wartete am Eingang des Hofes auf dem Bürgersteig. »Was hast du jetzt vor?«, wollte sie von ihrer Tochter wissen.

»Wir werden in den Wald gehen. Ausreiten, wie Früher.«

Die Mutter nickte und begleitete ihre Tochter weiter auf dem Weg durch die Straßen. Das kleine Paradies verblasste bald im Schatten der Stahlbetonriesen. Sie wanderten Meter um Meter, bis die Häuser schließlich kleiner wurden. Vorgärten unterbrachen die Armee der Gebäude und das Licht breitete sich wie ein Teppich über die Straße aus. Kneipen, Biergärten, Privathäuser standen in immer größerem Abstand zueinander am Bürgersteig.

Die beiden Frauen näherten sich dem Ausgang der großen Stadt und unterhielten sich wieder über Belanglosigkeiten. Doch nun begleitete sie ein altes Pony, welches bei weitem nicht mehr so hässlich erschien, wie die junge Frau es in Erinnerung hatte. Die Sonne stand treu am höchsten Punkt des Himmels und erleuchtete die Welt, als wolle sie der jungen Frau alle Zeit geben, die sie und ihr Pferd benötigten, um zum Wald zurückzukehren, der endlich am Horizont aufragte. Nur noch ein Gebäude lag vor ihnen.

Neben der Straße verliefen Schienen, sie kamen aus dem nirgendwo und führten, parallel zum Bürgersteig, in das Gebäude, eine moderne Bahnhalle, die sie noch durchqueren mussten, um zur Natur hinter der Stadt zu gelangen. Eine Art modernes Stadttor, die letzte Hürde auf dem Weg zurück.

Die junge Frau, ihre Mutter und der Ponywallach betraten das Gebäude.

Die Schienen endeten in der Mitte des gigantischen Raumes. Auf ihnen stand ein alter Triebwagen und wurde von einigen Mechanikern gewartet. Auf der anderen Seite der Halle erhob sich eine Treppe. Etliche Stufen führten im Zickzack über drei große Plattformen zum Ausgang hinauf, denn das Gebäude war in einen Hügel gebaut. Neben der Treppe befand sich ein Aufzug, der jedoch nicht lang genug war, um das Pferd mit hineinzunehmen.

Die junge Frau und ihre Mutter betrachteten den Aufzug eine Weile, sahen dann einander an und seufzten. Es hatte keinen Sinn, ihnen blieb nichts anderes übrig, als die Treppe zu erklimmen. Das Tier trottete brav neben der jungen Frau her, die erste Treppe hinauf.

Auf der Plattform befand sich ein Büro, umschlossen von gläsernen Wänden. Ein Mitarbeiter der Bahn hastete aus dem Raum auf die beiden Frauen zu. Er blieb mit ausgebreiteten Armen vor ihnen stehen. »Sie können unmöglich mit dem Pferd die Stufen hinauf!«

»Wieso nicht?« Die junge Frau runzelte die Stirn und sah über die Schulter auf die Stufen, die sie bereits zurückgelassen hatten. »Er hat doch auch die erste Treppe geschafft. Die Anderen werden ihm auch nichts ausmachen.«

»Wo wollen Sie überhaupt mit dem Tier hin?«

»In den Wald«, antwortete die Mutter: »Meine Tochter bekam ihr Pferd geschenkt, damit sie im Wald ausreiten kann.«

Der Mitarbeiter zögerte eine Weile, musterte das Pferd und gab schließlich den Weg frei: »Gut. Er scheint ja nicht zu schwer für die Treppe zu sein. Gehen Sie, bevor Sie noch jemand anderes sieht. Pferde sollten keine Treppen steigen.«

Die Frauen nickten und stiegen weiter Schritt für Schritt die Stahlstufen empor, das Pferd begleitete sie. Auf der letzten Ebene öffneten sie die doppelflügelige Glastür und traten auf die steinerne Brücke, die das Gebäude mit der Hügelspitze verband. Der Wald lag nur noch wenige Minuten von ihnen entfernt.

Die junge Frau lächelte, stieg in den Sattel und reichte ihrer Mutter zum Abschied die Hand.

Anschließend ritt sie in schnellem Trab hinaus in den Wald.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Die Vorlesung

Es waren nur ihre Rückenschmerzen, die sie vor dem Wegnicken bewahrten. Mittwochnachmittage hatten grundsätzlich etwas Ermüdendes und die stotternde, wenig mitreißende Sprechweise des Professors machte es nicht besser. Vor einigen Wochen war sie voller Elan in das neue Semester gestartet und hatte beschlossen, jedes Thema mit Interesse anzugehen. Nun saß sie hier, lehnte sich abwechselnd auf dem Sitz zurück, um ihren Rücken zu beruhigen oder legte ihren Kopf auf dem Tisch ab, um vielleicht doch der Schläfrigkeit nachzugeben. Oder war sie nicht schläfrig? Ihre Augen brannten. Heuschnupfen? Nein, zu früh im Jahr. Außerdem sicher nicht im Hörsaal. Es gab hier keine Pflanzen und gegen den Gummibaum auf dem Flur war sie nicht allergisch. Nicht, dass sie wusste. Sie gähnte, richtete sich auf und zwang sich, den Ausführungen des Professors zu folgen.
Mineralogie. Das Beste an diesem Fach war, dass graduierte Mineralogen Mineralen Namen geben durften, sollten sie Neue entdecken. Mineralit, nein, das war ein dummer Name. Aerodactylit, ja. Sie kicherte. Allein, um Jahrgänge folgender Studenten zu ärgern. Aber brauchte man für diesen Namen die Einwilligung von Nintendo? Immerhin war der Begriff sicher geschützt. Gengarit, wenn sie schon dabei war. Absolit, der war gut. Ab sol - Fern der Sonne. Absolit - Fern der Sonne mit Mineralsuffix. Das war wirklich gut. Ein toller Name für ein Mineral im Erdinneren. Aber auch hier wieder die Sache mit dem dummen Copyright. Aber das Sonic-Hedghog-Gen und das Protein Pikachurin? Ob die Wissenschaftler da auch erst angefragt hatten? Andererseits, Pikachurin war vor der Benamung des Proteins ja kein Begriff. Vielleicht sollte sie das Pikachu-DS aus dem Rucksack holen und spielen? Oder ihr Buch fortsetzen, das war sicher besser. Aber Lesen, während der Professor redete? Noch dazu Englisch? Britisches Englisch zu allem Überfluss. Nein, dafür fehlte ihr die Konzentration.
Ihr Blick heftete sich auf das Bild, welches der Beamer an die Wand warf. Kugeln, Striche, Formeln, dichteste Packungen, hexagonal, kubisch. Das kannte sie alles aus dem letzten Semester und dem davor und dem davor und dem davor. Sie gähnte erneut. Der Professor forderte die Studenten auf, die Packungsdichte einer kubisch dichtesten Kugelpackung auszurechnen. Sie schloss die Augen, murmelte: »Zweiundfünfzig Prozent ...«
Der Professor erzählte irgendetwas von der Kristallographievorlesung im letzten Semester. Ihr Rücken zog scharf an ihren Schulterblättern. Sie richtete sich wieder auf. Sie sollte zum Stall fahren oder tanzen oder spazieren gehen, sich bewegen, nicht auf diesen Stühlen sitzen. Mehr als eine Stunde auf diesen Dingern sollten als Folter gelten. Die Zweitsemester um sie herum tippten fleißig auf ihren Taschenrechnern, aber in ihren Gesichtern konnte sie lesen, dass sie keine Ahnung hatten. Der Professor auch, er hakte nach. Keiner hatte den Mut, sein Nichtwissen anzuerkennen. Sie seufzte, legte den Kopf wieder auf dem Klapptisch ab und schloss die Augen. Der Schmerz biss in ihrem Rücken. Der Raum war still. Sie richtete sich auf, holte das DS hervor und begann ein sinnloses Puzzlespiel. Zehn Minuten, bis der Professor wieder Aufmerksamkeit forderte. Als kein Ergebnis genannt wurde, rechnete er hastig vor. Wie wollten diese Studenten im Winter Kristallographie bestehen, wenn sie schon bei den einfachen Aufgaben versagten? Oder waren die Aufgaben deswegen so einfach, weil sie die Kristallographie schon kann? Wahrscheinlich war sie der einzige Student im ganzen Hörsaal, der dem Professor überhaupt folgen konnte.
Er redete irgendetwas über Koordinationszahlen. KZ. Bei den Chemikern gab es jemanden, der sich weigerte, das Wort abzukürzen. Euphemismusparadoxon. Ich kann die negative Bedeutung eines Wortes nur dann durchbrechen, wenn ich es bewusst neutral oder positiv belege. Geil. Schwul. Naja, eher das Englische queer. Hitler als Witzfigur. Oder eben KZ. Ihr Freund war genauso. Hatte sie ihn damals davon überzeugen können oder nicht? Wieso sollte sie Angst vor zwei verdammten Buchstaben haben? Wie albern, wie deutsch.
»Die Koordinationszahlen der Kugelpackungen sind identisch«, insistierte der Professor. Sie sah auf, rechtzeitig, um zu sehen, wie er mit dem Finger gegen die Luft stieß, um jede Silbe zu betonen: »Und-die-Zahl-ist-zwölf.«
Nein, sechshundertsechsundsechzig, sie kicherte. Kristallographen waren der Antichrist und Plagioklas war die Antwort auf alles und gleichbedeutend mit Wasser. Brechungsindex zweiundvierzig. Zweiundvierzig war die Antwort auf alles. Dämlicher Geologen-Nerd-Insider. War sechshundertsechsundsechzig durch zwölf teilbar? Nein, nein, das musste eine andere Zahl sein. Sie war zu schläfrig, um zu rechnen und ihr Taschenrechner zu tief in ihrem Rucksack verbuddelt. Der Professor stellte irgendeine Frage, die sie nicht hörte. Ihr Kopf war leer. Schlafen? Schlafen. Sie verschränkte die Arme auf dem Tisch, legte den Kopf ab und schloss die Augen. Allgemeines Gemurmel. Der Professor wiederholte die Frage. Ob man mit irgendwelchen Mitteln irgendwie feststellen könne, welche Kugelpackung man habe. Sie entschied sich für Ja. Zu müde zum Nachdenken.
Der Professor schwieg eine Weile. Ihr Rücken brachte sie um. Kleine Messer in ihren Muskeln, nein, Hebel. Irgendjemand saß auf ihrer Wirbelsäule und zog an kleinen Hebeln. Sie setzte sich wieder auf, ihr Blick suchte den Dozenten. Dieser stand vor dem langen Tisch vor der Tafel und lächelte verzweifelt. Er konnte so nervös werden, wenn man ihn nicht verstand. Sie seufzte. Der Professor gestikulierte wild mit den Armen.
»Sie müssen sich doch fragen, wann immer ich eine Frage stelle. Nein, nicht ›Was ist das Ergebnis?‹ sondern, ›Wie beantworte ich die Frage?‹ Die Antwort ist doch offensichtlich!«
Zustimmendes Gemurmel aus dem Saal, indem mittlerweile auch sie aufgegeben hatte, seinen Ausführungen folgen zu wollen. Vielleicht nächste Woche. Vielleicht nächsten Monat. Sie sah auf die Uhr. Halb vier. Noch eine Viertelstunde. Vielleicht auch erst in der Woche vor den Prüfungen.

Freitag, 23. September 2016

Das Ende des Milenniums

Sie öffnete die Haustür und stieg die Treppe nach oben. Dort angekommen ging sie, ohne die Jacke abzulegen, ins Wohnzimmer. Sie war spät dran, der Sportlehrer hatte wie immer überzogen und eigentlich wollte sie Mathe noch vor der Sendung gemacht haben. Sie legte den Rucksack auf dem Sofa ab. Der Fernseher lief eine Kriegsreportage, vermutlich Zweiter Weltkrieg, ihr Vater saß am Computer. Sie betrachtete das Programm eine Weile, seufzte, legte auch ihre Jacke ab und ging ins Badezimmer. Erst einmal duschen, dann Mathe überfliegen. Sie sah auf die Uhr: In etwa anderthalb Stunden ging ihre Lieblingsserie los.
Sie duschte sich in aller Ruhe, zog sich bequeme Kleidung an und kehrte ins Wohnzimmer zurück. Dort nahm sie ihre Tasche vom Sofa und wühlte nach den Unterlagen für ihre Hausaufgaben. Sie setzte sich mit Heft, Stift, Lehrbuch und Taschenrechner bewaffnet an den Esstisch. Mathematik war ein furchtbares Übel, aber wenn ihr Vater zu Hause war, sollte sie die Aufgaben ernst nehmen.
»Soll ich leiser schalten?«, fragte er, ohne vom Computerbildschirm aufzusehen. Sie schüttelte den Kopf und brummte ein »Geht schon«, während sie auf ihrem Kugelschreiber herumkaute. Warum sah sich dieser Mann eigentlich immer deprimierende Themen an? Ihr reichte es vollkommen, dass sie gerade in sämtlichen nicht-naturwissenschaftlichen Fächern das Dritte Reich behandeln mussten. Sie wollte sich nicht noch zu Hause damit beschäftigen. Und warum lief der Fernseher überhaupt, wenn er sich gerade mit dem Computer beschäftigte?
Sie lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und dachte über die Aufgabe nach. Im Fernsehen war ein Gebäude zu sehen, aus dem dicke schwarze Wolken in den hellblauen Himmel aufstiegen. Schnitt. Ein Loch in der Wand eines anderen Bauwerkes. Sie wandte sich wieder ihren Hausaufgaben zu. Ihr Vater hatte den Ton des TV-Gerätes abgestellt, vermutlich, weil er ihn selbst störte. Wenn er weder hinsah noch zuhörte, warum lief dieser Kasten überhaupt? Mysterien über Eltern, die nie zu klären sind.Die Batterien des Taschenrechners gaben den Geist auf. Klasse. Keine Möglichkeit mehr, solange durchzurechnen, bis ihr das Ergebnis gefiel. Sie sah zu ihrem Vater: »Kannst du mir mal eben bei Algebra helfen?«
»Geht nicht«, murmelte er und starrte dabei konzentriert auf den Computerbildschirm. Typisch, sich über ihre Noten beschweren, aber keine Hilfe anbieten können. Das dumme Was-auch-Immer hinter dem Bildschirm war wichtiger. Sie sah wieder auf die Uhr. Noch vierzig Minuten. Wenn sie jetzt das Programm wechselte, würde sie auch noch die Sitcom und die anschließenden Nachrichten sehen. Sie stand auf, ging zum Schreibtisch und griff nach der Fernbedienung. Das sah ihr alter Herr natürlich, mit den Augen in seinen Ohren oder wie auch immer. Vielleicht saßen auch kleine Spiegel in den Kanten des Monitors.
»Was hast du vor?«, fragte er. Sie kehrte mit der Fernbedienung an ihren Platz zurück und studierte die Knöpfe. »Ich will umschalten. Gleich kommt die Serie, die ich immer gucke.«
Ihr Vater schwieg, die Stille im Raum hatte etwas Unnatürliches an sich. Sie hörte das helle Rauschen der beiden Bildschirme, ein an- und abschwellendes Geräusch am Rande der Wahrnehmung, wie die Schreie einer Fledermaus.
»Wenn mein eigener Receiver ja endlich funktionieren würde, könnte ich in meinem Zimmer schauen«, bemerkte sie. Der Receiver in ihrem Zimmer war schon länger ein Streitthema. Er war angeschlossen und eingerichtet, doch ihr Vater hatten ihn versehentlich von der Satellitenschüssel abgeklemmt. Seitdem teilten sie sich den Fernseher im Wohnzimmer.
»Das würde dir nichts nützen«, sagte ihr Vater. Sie hielt inne und sah ihn an. Er deutete auf den Fernseher und fuhr fort: »Ich schätze, deine Serie muss heute ausfallen.«
»Du schaust dir denen komischen Weltkriegsbericht doch sowieso nicht an«, entgegnete sie schroff. Das war so typisch. Er belegte den einzigen funktionierenden Fernseher, ohne das Programm zu beachten und niemand durfte umschalten. Sie funkelte ihn an. Er schüttelte den Kopf und antwortete: »Das ist es nicht. Aber auch auf RTL 2 oder wo auch immer deine komische japanische Show läuft, wird auch nichts anderes sein. Schalt ruhig um.« Seine Stimme klang entfernt, als gehörte sie nicht ihm. Belegt, angestrengt. Vermutlich der Herpes, die Entzündungen machten ihn unerträglich.
Sie überschlug im Kopf das Datum. War irgendein Gedenktag, den sie vergessen hatte? Bis zum dritten Oktober war es noch ein wenig hin. Andere wichtige Tage waren im August oder so. Welcher Tag war heute genau? September, das wusste sie, aber welcher Tag? Sie zögerte, auf den Kalender zu sehen und wechselte stattdessen das Programm. Es lief keine Sitcom, ihr Vater hatte Recht. Auf dem anderen Sender dieselben Bilder. Geschockte Menschen, Rauchwolken, Trümmer, Flugzeuge. Ihr wurde erst jetzt bewusst, dass die Bilder im Fernsehen in Farbe waren. Dokumentarisches Material über die Weltkriege war Schwarzweiß. Wieso waren die Bilder in Farbe? Sie zitterte. Sie stellten doch nur Angriffe nach. Computeranimationen vielleicht. Sie spürte, dass ihre Erklärungen falsch waren. Irgendetwas war passiert und sie hatte es nicht bemerkt, keine Nachrichten, kein Radio. Sie spürte, wie ihr Gesicht heiß wurde und Tränen in ihre Augen schossen. Was verdammt noch mal war da los, dass ihre Serie nicht kam. Was für ein dummer Scheißtag war heute? Sie sah ihren Vater an. »Was ist da los? Was ist das?«
»Mach den Ton an«, murmelte er. Er hatte sich auf seinem Stuhl herumgedreht und starrte ausdruckslos auf die Mattscheibe. Was wurde hier gespielt? Sie stellte den Fernseher lauter. Ein pixeliges, verwackeltes Handyvideo zeigte, wie ein Flieger in ein Hochhaus krachte.
»Um 9:03 Uhr Ortszeit krachte das zweite Flugzeug in den Turm Zwei des World Trade Centers. Die US-Regierung geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Beide getroffenen Türme sind in sich zusammengestürzt, die Zahl der Toten ist weiter unklar. New York ist in Aufruhr.«
Sie ließ die Fernbedienung fallen. Die Bilder waren kein Dokumentationsmaterial aus einem der Weltkriege, nicht einmal nachgestellte Szenen. Diese Bilder waren echt, sie passierten in den USA, vor gerade einmal zwei Stunden. Wieso hatte sie nichts davon mitbekommen? In der Schule? Im Bus? Sie schluckte, eine Träne rann über ihre Wange. Ihr Herz drohte, ihre Rippen zu sprengen, sie atmete gegen einen harten Widerstand in ihren Bronchien an. Jegliches Zeitgefühl hatte sie verlassen, der Raum um sie herum existierte für sie nicht mehr. Was interessierte sie die dumme Serie von heute Abend? Warum konnte es nicht ein blöder, überflüssiger Gedenktag sein? Gott, was passierte hier? Sollte 2001 nicht der Anfang einer neuen, friedlichen Welt werden? Der Golfkrieg war vorbei, die Unabhängigkeitskämpfe der ehemaligen Sowjetstaaten und des ehemaligen Jugoslawien vorüber. Das Ende des letzten Jahrtausends war doch friedlich verlaufen? Es würde in dieser Zukunft keine Kriege mehr geben, die große Aussage der Feuerwerke des Millenniums. Und jetzt? Ihre Knie zitterten, sie ließ sich auf einen Stuhl fallen. Noch immer fassungslos starrte sie auf den Fernseher. Die Worte der Reporterin hallen in ihrem Kopf wieder. Terroristische Anschläge, Flugzeug, Ortszeit. Bis eben wusste sie nichts vom World Trade Center und jetzt war es in Trümmer gefallen. Vergänglichkeit, Gegenwart, Zukunft. Mit den Tränen in ihren Augen verschwamm die Welt um sie herum.

Montag, 5. September 2016

Die Nebelwand

Petri lebte ein ausgesprochen wohl geordnetes Leben. Er stand jeden Morgen um die gleiche Zeit auf, kam um die gleiche Zeit ins Büro und ging um die gleiche Zeit schlafen. Auch heute war es einer der ewig gleichen Tage. Selbst das Wetter war grau und durchschnittlich, ein nebliger Tag im November.
Petri verließ das Büro pünktlich zu Betriebsschluss und wartete auf den Bus, der ebenso pünktlich vorfuhr. Er gehörte zu den wenigen Menschen, die sich noch nie über die Unpünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel beschwert hatten, denn die beiden Busfahrer, mit denen Petri jeden Tag zu tun hatte, teilten seinen eigenen preußischen Ordnungssinn und waren häufig etwas früher, aber niemals zu spät an ihrer Haltestelle.
Petri stieg in den warmen, trockenen Innenraum des Wagens und beobachtete während der Fahrt die Nebelwand, die langsam über Frankfurt waberte. Der Bus nahm die Auffahrt zur Autobahn, um das kurze Stück über den Flughafen zu fahren. Der Nebel wurde zunehmend dichter, der Busfahrer drosselte das Tempo. Petri sah auf die Uhr. Wenn das Wetter so blieb, würde er zu spät zum Abendessen zuhause sein und deshalb noch die Nachrichten verpassen. Er wandte den Blick vom Fenster ab und wollte Özmir zu mehr Mut anhalten.
Er stockte, als sein Blick in den Gang fiel, außer ihm und dem Fahrer war niemand in dem Bus, was ungewöhnlich war. Normalerweise verließen mit Petri zusammen mehrere Kollegen das Büro und nahmen auch mit ihm zusammen denselben Bus in die Wohngebiete zurück. Ihm war noch gar nicht aufgefallen, dass heute etwas anders war. Hatte er einen Feiertag oder eine Betriebsfeier verpasst? Er sah irritiert aus dem Fenster. Die wabernde Masse lichtete sich ein wenig und gab den Blick auf den Flughafen frei.
Özmir bremste scharf. Petri musste sich an einem Handlauf abstützen. »Was ist los?«
»Wir kommen nicht weiter. Die Polizei hat die Strecke gesperrt. Der Nebel, nehme ich an.«
»Bitte was?« Petri schüttelte den Kopf. »Lassen Sie mich aussteigen und nachsehen.«
»Bei dem Nebel? Sie wissen doch gar nicht, was da los ist, Herr Petri.«
Petri zögerte. Er war nie der Mutigste gewesen und Veränderungen hatten ihm schon als Kind nicht behagt. Aber irgendjemand musste nachsehen, ob und was dort geschehen war. Er atmete tief ein. »Es wird schon nichts sein. Vielleicht kann ich von hier aus auch mit dem Zug weiter.«
»Wie Sie wollen.« Der Busfahrer öffnete die hintere Tür.
Petri stieg aus, überquerte die Straße und betrat das Terminal. Er sah sich nach einem der Flughafenpolizisten um, in der Hoffnung, er könne ihm Auskunft geben, doch er war auch in dem großen Gebäude allein. Ein Schauer überlief ihn, er sah sich um. Durch die Bauarbeiten konnte er die Straße nicht einsehen. Ob der Bus noch da war? Ob er zurückgehen sollte? Er schüttelte den Kopf. Wenn die Straße blockiert war, war der Zug seine einzige Möglichkeit, pünktlich nach Hause zu kommen. Leider kannte er sich am Flughafen nicht aus.
Vor ihm erstreckte sich ein Gang, der auf einer Seite von Läden und Türen gesäumt war, hinter ihm führte der Weg in einen leeren Gang. Er spürte, dass dieser Weg ihn in die falsche Richtung führen würde. Es war eine diffuse Ahnung, die er jedoch ignorierte. Vielleicht würde dies sein erstes und einziges Abenteuer werden, seitdem er sich als Kind im Wald verlaufen hatte. Er drehte sich herum und folgte dem schmalen Gang.
Der Gang war erleuchtet, doch die Wände waren offen, Kabel lagen sichtbar in Schächten dahinter. Petri betrachtete sie im Vorbeigehen und stieß schließlich gegen einen Widerstand. Er sah auf, an sich hinunter und stellte fest, dass sich vor ihm eine ältere Frau mit porzellanweiser Haut und tiefschwarzen Augen befand.
Sie blinzelte zu ihm nach oben, deutete mit der knochigen Hand auf den Gang und schnarrte: »Was tun Sie hier? Kommen Sie aus dem Nebel?«
Ihre Stimme irritierte Petri. Sie war knarzig, aber weit entfernt, als ob sie aus einem anderen Raum zu ihm sprach. Er sah sich um und folgte mit dem Blick der Geste der Alten. Er schüttelte den Kopf. »Ich, nein, doch. Ich komme aus dem Nebel, ja. Ich will nach Hause.«
»Das ist nicht Ihr Zuhause! Verschwinden Sie, bevor ich meinen Sohn rufe!«
Petri wich zurück, er spürte, dass es besser war, zu verschwinden. Er drehte sich herum und rannte in Richtung Ausgang. Er öffnete mit der Schulter die erste Glastür, ihm war, als verfolge ihn ein grelles Lachen.
»Özmir! Özmir!« Er passierte auch die zweite Tür der Schleuse, hinaus in den Nebel, stieß mit etwas zusammen, taumelte zurück und fiel. Sein Kopf schlug am Boden auf.
Als er wieder zu sich kam, fand sich Petri in seinem Büro wieder, den Kopf seitlich auf dem Schreibtisch mit nassgesabbertem Hemdsärmel. Er blinzelte aus dem Fenster. Ein normaler Donnerstag im November, eine weiße Nebelwand trennte die Realität des Büros von den Gefahren der Außenwelt. Er schüttelte den Kopf, noch unsicher, ob er wirklich im Büro war. Vorsichtig sah er sich um. Ja, er saß an seinem Schreibtisch und war mit der Arbeit für heute fertig. Sein Blick fiel auf die Uhr, er konnte nicht allzulange geschlafen haben. Wenn er ohnehin mit seinem Tagewerk fertig war, konnte er heute auch genauso gut einen Bus früher nach Hause fahren. Ehe der Nebel noch dichter wurde.

Mittwoch, 24. August 2016

Rocky und der Butzemann

Aloha

Lange ist's her. Ich hatte ein kleines Krea-tief zu überwinden und das Blog hat am meisten darunter gelitten. Wenn man ohnehin schon keine Lust zum Schreiben hat, sollte man sich wenigstens den Dingen widmen, zu denen man sich aufraffen kann. Jetzt bin ich jedenfalls wieder hier.

Zirkulum

 

Zirkulum ist abgeschlossen und findet sich jetzt endlich als ebook im Verkauf. Angefangen habe ich den ersten Entwurf im November 2015, als NaNoWriMo-Projekt. Mein Erstes. Bis zum Endprodukt und dem Erscheinen im April gab es drei vollständige Überarbeitungsphasen und mehrere kleinere Feinarbeiten. In den Monaten, die das Werk ruhen durfte, habe ichmich hauptsächlich den Konzepten und Entwürfen für andere Projekte gewidmet, aber auch der Verkaufsarbeit für meine anderen Bücher.



Werbefazit

 

Dabei ist mir etwas sehr Interessantes aufgefallen. Es gibt einen signifikanten Unterschied in der Genreakzeptanz bei ebooks gegenüber Prints. Während sich Euro-jin (Gegenwartsliteratur) fast ausschließlich als Printbuch verkauft hat (und auch bei amazon nicht ausgeliehen wird), läuft Totes Blut (Urban Fantasy) beinahe ausschließlich als ebook und vergleichsweise gut über die kindle-Ausleihe.
Für Zirkulum (Urban Science Fiction) habe ich daher das Fazit gezogen, auf eine Druckversion via Create Space ersteinmal zu verzichten. Sie wird sich vorraussichtlich schlecht verkaufen.
Für die, die es interessiert: Das Orakel (Fantasy) verkäuft sich ungefähr gar nicht. Ich persönlich finde das ganz witzig, weil ich selbst während des Schreibens zu dieser Geschichte nicht denselben Bezug aufbauen konnte wie zu den anderen, dafür später mehr Werbung gemacht habe.

Das weitere Vorgehen

 

Im Moment versuche ich, mein "Heftroman-Projekt" soweit abzuschließen, dass ich den ersten Band eventuell noch im Storyteller-Wettbewerb einreichen kann, allerdings sieht es dafür schlecht aus. Die First beträgt noch etwa drei Wochen und ich habe gerade einmal die erste Überarbeitung hinter mir.
Die Neufassung von Satanskerker, die ich für Weihnachten fertig haben wollte, werde ich genauso verchieben müssen, jedenfalls, wenn es in dem Tempo weitergeht, in dem ich gerade jetzt arbeite.
Das Ziel mit einem Buch in drei Monaten, welches ich mir selbst Anfang des Jahres gesetzt hatte, kann ich auf jeden Fall nicht einhalten, ohne dabei auszubrennen. Selbst hochorganisiert und motiviert brauche ich zu viele Regenerationsphasen dazwischen. Ist aber auch nicht schlimm, immerhin zählt ja nicht die Quantität, auch wenn sie bei der Sichtbarkeit hilft.

Zum Abschluss

 

Der Anfang (= die komplette erste Szene) meines allerersten Romanprojekts "Abenteuer mit Rocky", aus dem ich vor einiger Zeit schonmal zitiert habe. Einfach nur, weil ich es lustig finde und zur Zeit zur Entspannung und Übung daran arbeite, da irgendwann etwas Vernünftiges herauszubekommen.

Eines Tages kam Rocky (mein Meerschweinchen) mit einer Sau und ihren Schweinchen an einen Hafen mit tausend Schiffen. Familie Schwein stieg in Klarabella (ein Kurboot) und Rocky in Dino (ein Zeitboot). Auf Dino war ein Erfinder. Er hatte die Idee, ein Zeitboot zu bauen. Sie fuhren zur See.

Bis dann
Jo

Mittwoch, 15. Juni 2016

Ich bin in der Zeitung ... und sehr nass

Aloha

Groß, der Artikel auf der Titelseite
Ich darf das große Geheimnis der letzten Woche lüften:
Ich bin in der Zeitung. Gut, es ist nur Lokalpresse und eigentlich ein Anzeigenblatt, aber ich bin in der Zeitung und der Witz ist, darauf reagieren die Menschen wirklich. Ich habe innerhalb von 20 Stunden auf der Facebookseite über 400 Views und rund 20 Likes bekommen. Das ist für einen Artikel mehr, als die Seite im gesamten Jahr davor hatte.

Aber genug zum Marketingeffekt auf der FB-Seite. Hier geht es zum Artikel in der Limburger Zeitung.

Es war im Übrigen nicht ganz so Aufregend, wie man sich ein Zeitungsinterview vielleicht vorstellen mag. Die Fragen hielten sich sehr im Rahmen und der Kontakt war eher lässig. Trotzdem hat es für einen wirklich großen Artikel gereicht, ich teile mir den Platz nur mit einer kleinen Notiz und einem viel kürzeren Artikel über einen Überfall auf ein Taxi. Wobei das ein wenig Situationskomik ist, zwei Drittel der Seite geht es um einen Roman, in dem auch Gangster eine wichtige Rolle spielen und im letzten Drittel geht es um ein reales Verbrechen.

Regen


Ansonsten ist es ruhig. Ich muss mich dringend noch mit anderen Zeitungen in Verbindung setzen. Wie gesagt, es war gar nicht schlimm und es generiert wirklich Aufmerksamkeit. Die Leute glauben eben doch noch an die Zeitung.

Apropos, ich trage ja auch eine Lokalzeitung aus. Mittwochs, also heute. Ich bin immernoch nass. Zehn Minuten tropischer Regenschauer. Ich bin ja wirklich niemand, der sich über das Wetter beschwert, aber ganz allmählich dürfte es sich mal einpendeln. Von wegen Klimaerwärmung, das Wissen aus meinem Studium sagt mir, dass es sich um eine beginnende Eiszeit handeln muss. Woachenlanger Starkregen ist ein Indiz für aufkommende Eiszeiten und wie Eiszeit hat sich das Wasser auch angefühlt.
Wenn ihr die nächsten Tage nichts von mir hört, wisst ihr dann schon mal, woran es liegt.

Island! Island!


Ich stehe ja auch auf Fußball, vor allem auf die Spiele der ausländischen mannschaften bei internationalen Ereignissen. Fan der eigenen Mannschaft sein kann ja jeder. Im Vorfeld der EM war ich stark für Wales und Island, also die beiden absoluten Außenseiter. Ok, da ist noch Nordirland, aber die zählen nicht. Die sind mir nicht unbekannt genug.
Eines der gigantischen Windräder am Elzer Berg
Fast 200 Meter hoch
Jedenfalls muss ich sagen, haben mich beide Mannschaften die letzte Woche begeistert und ich bin auf die nächsten Spiele gespannt. Vor allem die isländischen Fans gestern waren ja absolut toll. Die haben die Stimmung noch durch den Fernseher trasanportieren können. Da ist es auch egal, das ich 4:0 für Portugal getippt hatte.
Ja, ich bin für Island gewesen, aber das ist ja kein Grund, mit Realitätsverlust anzufangen ;-)


Den ersten isländischen Torschuss habe ich übrigens gar nicht gesehen, während der ersten Hälfte der ersten Halbzeit war ich noch Gassi, in der Nähe des Windparks "Elzer Berg". Diese Windkraftanlagen hätten den Namen "Wolkenkratzer" verdient, so groß wie die sind.

Meine Favoriten auf den Titel sind im Moment übrigens, neben Deutschland (ich werde ja von meinem Umfeld gezwungen, Deutschland als Favoriten zu nennen), Italien, Ungarn und die Ukraine. Sie mögen ja gegen uns verloren haben, aber die Ukrainer sind wirklich gut. Und Italien und Ungarn sind nach den Spielen letzte Woche selbsterklärend.

So und nun werde ich mich unter meine Decke legen und die Erkältung im Keim erschlafen.

Gute Nacht  und bis dann
Jo


Freitag, 10. Juni 2016

Update vor der EM

Aloha

Nachdem ich gestern ja einen etwas längeren Post getätigt hatte, gibt es heute nur ein kleines Update.

Ich freue mich, dass ich jetzt auch auf Writers Online zu finden bin. Hier hat Rudolph Otto Schäfer eine Liste von Indie-Autoren zusammengetragen, die ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen möchten.
Mein Eintrag findet sich hier.

Ich habe die Seite auch in meiner neuen Linkliste aufgenommen, die ihr am Fußende des Blogs finden könnt.

Sonst gibt es wenig zu sagen. Nein, genauer gesagt will ich heute wenig sagen. Nächste Woche folgt ein Update, auf das ich bereits jetzt sehr aufgeregt bin. Ihr dürft schonmal gespannt sein.


Zum Ende des kleinen Posts möchte ich natürlich auch noch auf meine Europa-Gratisaktion aufmerksam machen. Pünktlich zur EM gibt es Euro-jin, meinen Eurovision-Roman, gratis bei Amazon als ebook. Nur für dieses Wochenende.

Gut, ich wünsche euch allen dann ein schönes Wochenende, egal ob mit oder ohne Fußball.

Bis dann
Jo